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Krankenstand im ersten Halbjahr deutlich gestiegen
20.07.2010
Insgesamt waren 3,58 Prozent der Beschäftigen krankgeschrieben, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 3,24 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung um 10,5 Prozent, bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Montag einen Bericht der Zeitung «Die Welt». Die Fehlzeiten summierten sich auf vier Arbeitstage.
Aus den Zahlen ließen sich aber nur schwer Schlüsse ziehen, meinte der Sprecher, da die Krankenstand-Statistik nur den jeweiligen Monatsersten erfasse: Fällt dieser auf einen Montag, ist der Wert regelmäßig höher als an einem Mittwoch oder Donnerstag. Den höchsten Krankenstand in den vergangenen zehn Jahren weist die Statistik für das Jahr 2001 mit einer Quote von 4,18 Prozent aus. Im Jahr 2005 lag er bei 3,66 Prozent. Der niedrigste Stand in dem Zeitraum war 2007 mit 3,22 Prozent erreicht.
Laut Bericht machen Arbeitsmarktexperten neben saisonalen Einflüssen vor allem die leicht verbesserte konjunkturelle Situation der vergangenen Monate für die Entwicklung verantwortlich. Dagegen gehen die Krankenstände in Krisenzeiten im Allgemeinen zurück, weil die Arbeitnehmer fürchten, durch Krankschreibungen den Job zu gefährden. Die Statistik des Ministeriums erfasst die Fehlquoten aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer.
Frauen fehlten danach im ersten Halbjahr deutlich häufiger als Männer: Sie waren 3,77 Prozent der Sollarbeitszeit abwesend, ihre männlichen Kollegen 3,41 Prozent.
Quelle: Aachener Zeitung, 19.07.2010
Vollständiger Artikel abrufbar unter: www.az-web.de
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